Die Vergangenheit der

Wiener Rauchfangkehrer

Das Rauchfangkehrer - Museum

Museumsleiter

Günter Stern

Museumsleiterstellvertreter

Alfred Hotzy
1040 Wien, Klagbaumgasse 4
734 35 40 bzw. 514 50/2275
info@rauchfangkehrermuseum.at
Arbeitsgemeinschaft der Wr. Bezirksmuseen
frei Führungen: nach Vereinbarung

Öffnungszeiten:

So. 10.00 - 12.00 Uhr

Die Geschichte

Dem Rauchfangkehrermeister Günter Stern war die Geschichte des Rauchfangkehrerhandwerks schon immer ein besonderes Anliegen. Seinen Bemühungen ist es zu verdanken, dass 1985 die Wiener Landsinnung der Rauchfangkehrer einen Museumsverein gründeten. Seit diesem Zeitpunkt hat die Geschichte der Rauchfangkehrer und unzählige Exponate ein zu Hause. Geeignete Räumlichkeiten wurden schließlich im Bezirksmuseum Wieden im 4. Wiener Gemeindebezirk in der Klagbaumgasse 4 im 2. Stock gefunden. Noch im selben Jahr eröffnete das Museum unter der Leitung von Günter Stern mit der Ausstellung "Der Rauchfangkehrer als Glücksbringer und Neujahrsbote". Die Gesamtgröße des Museums beträgt rund 250 m2. Das Museum verfügt über 200 Exponate, von denen rund 50 ausgestellt sind, je nach Sonder-Ausstellung. Dazu kommen noch weitere rund 50 Leihgaben von der Pfarre St. Florian.

Das Museum befindet sich im zweiten Stock und enthält zahlreiche sehenswerte Original- Exponate. Darunter zählen ein Entlassungszeugnis von 1893, ein Silvesterglück-Wunschkalenderblatt von 1862, ein Lehrbrief vom 6. Mai 1897, zwei Personalausweise aus den zwanziger und vierziger Jahren, eine Rauchfangkehrerwerkstätte wie sie bis 1950 in Wien noch üblich war, eine hölzerne Statue des heiligen Florians, diverse Arbeitsbehelfe wie Rutenbesen, Rundbürsten, Eisenkugeln bzw. verschiedene Arbeitsgewänder, eine umfangreiche Sammlung von Jahresglückwunschkarten aus den Jahren 1880 bis 1918, eine eiserne Wetterfahne, eine Standuhr mit dem Portrait eines Rauchfangkehrers verziert, und vieles mehr.

 

Aufgaben

Eine besondere Aufgabe des Museums ist die Entwicklung des Rauchfangkehrerhandwerks zu dokumentieren und präsentieren. Daher sehen wir im Museum nicht nur Altes, sondern auch Arbeitsgeräte die heute Verwendung finden wie Nylonseil, Gummikugel bzw. digitale Messgeräte zur Rauchgasanalyse.

Ein Prunkstück des Museums ist die Zunfttruhe aus massiver Eiche, welche aus dem Jahre 1784 stammt. Sie ist mit drei schweren Eisenschlüsseln zu versperren und trägt an der Innenseite des Deckels ein Rauchfangkehrerwappen mit zwei gekreuzten Schreisen, das möglicherweise aus der Steiermark stammt, aber nicht genau zugeordnet werden kann. An der Außenwand der Truhe befindet sich das bekannte Wappen mit der früheren Kopfbedeckung der Rauchfangkehrer, der sogenannten Kapine und den beiden gekreuzten Ruten.

Im zweiten Raum des Museums befindet sich die jeweilige Sonderausstellung.

Neben den Ausstellungen bietet das Museum folgende Hintergrundinformationen an: 41 Bücher, 350 Fotos, 3120 Ansichtskarten, 31 Gemälde, Stiche und Drucke, 5 Noten und 5 Videokassetten;

Herr Günter Stern und Herr Alfred Hotzy sind unermüdlich unterwegs um neue Exponate für das Rauchfangkehrermuseum zu finden und diese in die bestehende Sammlung zu integrieren.

Bisherige Sonderausstellungen:

1985

Der Rauchfangkehrer als Glücksbringer und Neujahrsbote

1986

Neues Jahr und alte Öfen

1987

Ein Beruf stellt sich vor

1988

Fahnen und Festlichkeiten der Rauchfangkehrer Gesund und elegant - Kachelöfen von Hafner's Hand

1989

Rauchfangkehrer - Zweck und Zierde

1990

Über den Dächern von Wien

1991

Heisses Wasser einst und jetzt

1992

Die Rauchfangkehrer als Schutzpatron

Vom 5.4.1992 bis 5.4.1995 wurde das Haus generalsaniert und das Museum blieb geschlossen.

1995

Wien räumt auf - die Florianikirche

1996

Schutz und Zierde - 400 Jahre österreich-ungarische Kopfbedeckungen

1997

550 Jahre Rauchfangkehrer Schöne Öfen - Schmucke Kaminaufsätze

1998

Dose, Töpfe, Rauchverzehrer, das alles gibt's beim Rauchfangkehrer

1999

Zweitausend und ein Glücksbringer

2000

15 Jahre Rauchfangkehrermuseum - 35 Jahre Florianikirche

2001

Modern Wohnen um 1900

2002

Öfen zum Träumen

2003

Öfen zum Träumen

2004

Die verlorene Kirche